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Xplore Wien 2013

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Paola

Paola

Ihr Workshop:

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Paola und Grzegorz sind Filmemacher und leben in Berlin. Ihr gemeinsames Interesse gilt der Abbildung von Intimität, der filmischen Übersetzung von sexuellen Spielen und der Frage, wie die Kamera ihre voyeuristische Haltung hinter sich lassen kann, um Teil einer Szene zu werden. Im Moment arbeiten sie an einer fiktional verspielten Dokumentation über die schwelle7 Berlin.

Photo: © Phillip Kaminiak

  

  

  

Intimität auf der Leinwand

Bilder von hausgemachtem Porno finden sich auf Tausenden von Camcordern und privaten Festplatten. Solche Clips sind oft auch die beliebtesten auf öffentlichen Sex Websites wie Youporn. Es scheint, dass Amateur-Porno eine gewisse Authentizität besitzt, die professionellen Produktionen mit vorhersehbarer Dramaturgie und übergestylten Darstellern fehlt. Und es scheint auch ein Interesse und eine Lust zu geben an der Dokumentation und Selbstbeobachtung der eigenen sexuellen Aktivität und persönlicher Erregungszustände. Der Akt der Aufnahme, das Festhalten eines Bildes, der potentielle Zuschauer scheint das sexuelle Spiel aufladen zu können. Neben der Lust am Voyeurismus und an der exhibitionistischen Selbstdarstellung ist die dominante Kraft der Kamera in diesem Spiel nicht zu unterschätzen.

Paolas und Grzegorzs xplore Beitrag möchte sich diesen Fetisch des gefilmten Bildes und den katalysierenden Effekt der Kamera näher anschauen. Sie bieten den Teilnehmern ein weiteres Element in diesem Spiel mit der filmischen Lust: Ein kleines Team, dass hinter der Kamera steht. Sie werden ein kleines Film Set aufbauen, bereit für die Aufnahme von gutem Bild und Ton, und die xplore Gäste sind eingeladen vor und für die Kamera zu spielen. Allein, zu zweit oder in kleinen Gruppen, in sinnlichen und sexuellen Aktionen, je nach Geschmack. Anschliessend wird die Möglichkeit da sein das Material anzuschauen und darüber zu sprechen.

Was ist das Reizvolle und Schöne daran Intimität für eine Kamera zu zeigen? Ist es überhaupt möglich wirkliche Intimität herzustellen für ein äusseres Auge? Wie verändert die Aussicht auf eine Zukunft als Bild den intimen Moment?
Was sind die Schwierigkeiten und was ist der Gewinn dabei, einen Abstand vom eigenen Körper und seinem Erleben zu nehmen und es sich von aussen anzuschauen?